Weihnachtliche KnockOuts bei “Boxen im Norden”


Hamburg. Weltmeister, ehemaliger Kindersoldat, gerissenes Trommelfell – der erste Adventssonntag auf dem Hamburger Kiez hatte so einiges im Angebot. Die Location “Große Freiheit 36”, ohnehin bekannt für extravagante Darbietungen jeglicher Art, war Gastgeber von “Boxen im Norden” – einem Event voller Höhepunkte im Seilquadrat. Und auch einem Event mit namhaften Fightern im selbigen. So zum Beispiel auch der ehemalige Weltmeister Kassim Ouma (Uganda), der bei seinem Comeback gegen Ilias Essaoudi um einen möglichen WM-Kampf (WBU) boxte, jedoch nach einem tollen Fight den Ring als Verlierer verlassen musste. Dabei bot Ouma, der als ehemaliger Kindersoldat nicht wirklich die allerschönste Kindheit erlebte, nicht nur während der Runden eine atemberaubende Show, nein, auch die jeweils einminütige Ringpause wusste der Afrikaner unterhaltsam zu nutzen – und zwar als Tanzgenie, den Rhythmen der tönenden Musik folgend. Nun also darf sich Sieger Essaoudi auf einen Titelkampf gegen Weltmeister Rafael Bejaran freuen.

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Bejaran selbst stieg am Ende des Abends noch selbst in den Ring, jedoch war sein Aufenthalt dort nicht von langer Dauer. Gegen den Ungarn Gabor Farkas benötigte der karibische Faustkämpfer nur wenige Sekunden und ein paar gezielte Schläge auf die ungarische Leber, um den Besitzer eben jener ziemlich früh auf die Bretter zu schicken. “Ilias hat hier einen starken Kampf geboten, doch”, so Bejaran selbstbewusst, “ist er nicht stark genug, um mich zu stoppen.” Gestoppt wurde indes fast Schwergewichtsboxer Dennis Lewandowski (aus Greifswald) von einem gerissenen Trommelfell, der jedoch trotz dieser Verletzung einen einstimmigen Punktsieg gegen den Ungarn Zoltan Csaka feiern konnte.

“Ich habe mich mehr auf mein verletztes Ohr als auf meinen Gegner konzentriert. Daher zählt am Ende nur der Sieg.”, so der “Ostseehammer”. Auch der Frauen-Titelkampf Beke Bas (Lemgo) versus Karina Kapinska (Polen) liess keinerlei Wünsche offen, die Intensität des Kampfes verblüffte gar das Publikum. Am Ende sicherte sich Beke gegen die blutüberströmt stark fightende Karina knapp aber verdient den Deutschen Titel des BdB. Sebastiano Lo Zito, Artur Werschinin und Alex Pavlov gingen ebenfalls als verdiente Sieger aus dem Ring. (PK)

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