Albon Pervizaj muss gegen „Schlachter“ Dusan Krstin ran


Er gehörte zu den besten Amateurboxern Deutschlands, holte viele Titel – und gehört jetzt zu den großen deutschen Hoffnungen im Schwergewicht. Sein Trainer Ulli Wegner sagt über ihn: „Er ist mein Rohdiamant, mit seinen 21 Jahren steht ihm die ganze Boxwelt offen!“ Am 17. Juni boxt er in der Rittal Arena Wetzlar. Albon Pervizaj aus Hamburg verspricht einen K.o.-Sieg und noch viel mehr…

AP#1 nennt sich Pervizaj! Und sagt gleich hinterher: „Ich bin zwar ein großer Fan von Christiano, aber hatte die Idee vor ihm.“ Damit meint der HSV-Fan Fußball-Star Christiano Ronaldo von Real Madrid, der sich CR#7 nennt. Pervizaj: „Jeder Boxer braucht einen Kampfnamen, das ist meiner.“ Am kommenden Samstag boxt der gebürtige Hamburger in Wetzlar gegen Dusan Krstin (7-7-0, aus Serbien), der sich „The Butcher“ – der Schlachter – nennt. Klingt gefährlich! „Doch ich werde meine K.o.-Bilanz in der Rittal Arena auf drei glatte Siege verbessern“, sagt Pervizaj selbstbewusst. Und geht gleich einen Schritt weiter.

„Ich habe klare Ziele, wie mein Kampfname AP#1 schon sagt – Ich will die Nummer 1 werden!“ Mit Ulli Wegner hat er sich dafür den Trainer ausgesucht, der ihn an die Spitze bringen soll. Dafür nimmt der Hamburger Jung auch das Training in Berlin in kauf. Sagt aber: „In Hamburg will ich kämpfen. Mein Traum ist es, im Volksparkstadion um die Weltmeisterschaft zu boxen.“ Bis dahin ist es zwar noch ein etwas längerer Weg, doch Albon Pervizaj möchte auch schon vorher seine Fans mit „großen“ Kämpfen beeindrucken. „Deutsche Duelle sind mein Zwischenziel. Ich möchte gerne gegen Tom Schwarz, Manuel Charr oder auch Agit Kabayel boxen. Das sind Duelle, die die Fans sehen möchten.“ In Hamburg? „Klar, am liebsten noch in diesem Jahr“, sagt AP#1.

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Zunächst gilt es aber am 17. Juni in Wetzlar „Schlachter“ Krstin aus dem Weg zu räumen.

Neben der WM im Super-Mittelgewicht zwischen Tyron Zeuge und Paul Smith, dürfen sich die Boxfans u.a. auf Kämpfe von Leon Bunn, Patrick Wojcicki, Stefan Härtel, Emir Ahmatovic, Denis Radovan und Burak Sahin freuen.

Mini-Comeback für Burak Sahin

Der sympathische Berliner Burak Sahin (11 Kämpfe, 11 Siege – 7 durch K.o.) hat eine schwere Zeit hinter sich! Eine mysteriöse Virus-Infektion legte den Schwergewichtler lange lahm. Nach gut sechs Monaten – mit neuem Coach, einer Ernährungsberaterin und einer großen TV-Rolle in Aussicht, will der Kreuzberger Jung wieder angreifen. Doch Vorsicht: Ein Stammeskrieger von den Fiji-Inseln will Sahin das Comeback und die gute Laune vermiesen!

Jone Volau ist Sahins Gegner in Wetzlar. Der 33-jährige Engländer stammt von den Fiji-Inseln. „Ich stamme von ehrwürdigen Stammeskriegern ab. Ich werde Burak einen „schönen Krieg“ liefern, ihm das Comeback versauen – und anschließend mit meinen vielen Freunden den Sieg in der Rittal Arena feiern“, sagt Volau, der sich selbst „The Browne Bomber“ nach der Box-Legende Joe Louis nennt. Der 33-jährige Profiboxer hat zwar erst fünf Kämpfe (4-1) auf dem Konto, doch auch dafür eine gute Erklärung: „Ich war bei der britischen Armee, konnte deshalb nicht in den Ring.“ U.a. war Volau auch in Deutschland stationiert, hat hier noch viele Freunde aus seiner Zeit bei der Armee. Volau: „Burak soll mal ganz schnell seine Berliner Freunde zusammentrommeln, sonst wird das mein Heimspiel in Wetzlar.“

Sahin lässt sich vom „Gerede“ seines Gegners nicht aus der Ruhe bringen. Der Berliner sagt strahlend: „Ich freue mich einfach, wieder in den Ring steigen zu können – und dass ich endlich wieder gesund bin!“ Hintergrund: Am 5. November 2016 absolvierte Sahin seinen letzten Kampf (Punktsieg gegen Ferenc Zsalek in Potsdam). Anschließend brach der sympathische Kreuzberger zusammen. Eine hartnäckige Virus-Infektion mit hohem Fieber warf Sahin aus der Bahn. „Ich bekam sogar ein Schreiben vom Gesundheitsamt, durfte wochenlang das Haus nicht verlassen“, sagt Sahin. Bis heute haben die Ärzte keine Erklärung für die Krankheit. Doch Burak Sahin zog seine Konsequenzen, nahm die Hilfe einer Ernährungsberaterin an, speckte u.a. 10 Kilo ab. „Mir geht es jetzt wieder richtig gut, bin viel fitter als früher“, freut sich der Schwergewichtler. Mit Wegner in seiner Ecke und Team-Kollegen wie Kubrat Pulev und Michael Wallisch hat er zudem die „perfekten“ Trainingspartner in der Truppe.

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Und noch etwas macht ihn glücklich: Demnächst soll Sahin in einer großen TV-Serie, die in Berlin spielt und international für Aufsehen sorgt, mitspielen. Sahin: „Ich darf noch nichts verraten, aber meine Fans sollten aufmerksam SKY schauen.“ Den Hauptkampf des Abends wird Sahins ehemaliger Trainings-Kollege Tyron Zeuge (WM-Kampf gegen Paul Smith) bestreiten. Zeuge: „Ich freue mich sehr für Burak. Er ist ein ganz lieber Mensch mit einem großen Herzen, der es verdient Erfolg zu haben!“

Übrigens: Falls Burak Sahin in Wetzlar „Stammeskrieger“ Volau besiegen sollte, könnte es bald für den 26-jährigen Berliner um Titel gehen…

Neben dem Kampf von Burak Sahin sowie der WM zwischen Tyron Zeuge und Paul Smith, dürfen sich die Boxfans u.a. auf Kämpfe von Lokalmatador Emir Ahmatovic, Leon Bunn, Denis Radovan, Albon Pervizay, Stefan Härtel und Patrick Woicicki freuen.

Tickets für die Box-Veranstaltung am 17. Juni sind bei www.eventim.de sowie unter der telefonischen Ticket-Hotline 01806-570044 erhältlich.



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