Huck – Briedis: Marco Huck bereit für Briedis


Der amtierende IBO-Weltmeister im Cruisergewicht kämpft am kommenden Samstag gegen den bisher noch ungeschlagenen Letten Mairis Briedis um den renommiertesten aller Box-Titel: die WBC-Weltmeisterschaft. Austragungsort des Vereinigungskampfes ist die Dortmunder Westfalenhalle, die schon viele große WM-Schlachten erlebt hat. RTL überträgt den WM-Kampf ab 22.45 Uhr live. Das Motto: „No Mercy – Keine Gnade”!

Fit für den finalen Punch! Nach beinharten Trainingswochen fühlt sich Marco Huck bestens vorbereitet für einen vorzeitigen Sieg. „Mit meinem neuen Trainer Oktay Urkal und vier Sparringspartnern bin ich im Training bis ans Limit gegangen und weiß, dass mich nichts aufhalten kann”, sagte der 32-Jährige zuletzt im Rahmen eines Pressetrainings in Berlin. „Briedis ist ganz gewiss ein harter Brocken mit einer beeindruckenden K.o.-Quote. Ich rechne deshalb auch nicht damit, dass wir über die volle Distanz gehen. Aber am Ende werde nicht ich am Boden liegen.”

Huck, überlässt vor dem wichtigen Fight um den renommierten WBC-Gürtel nichts dem Zufall. Erstmals hat er einen Koch engagiert, der ihm drei Mal täglich eine aufs Trainingsprogramm zugeschnittene Mahlzeit bereitet. Und dann wechselte er im Februar auch den Trainer: der deutsche Olympiamedaillengewinner Oktay Urkal ist der neue Mann, sein Vertrag gilt zunächst bis zum Kampfabend. Der 47-jährige Urkal und sein 15 Jahre jüngerer Schützling sind alte Bekannte – beide gehörten einst zum boxenden Personal des Sauerland-Stalls. Marco Huck: „Ich bin sehr gut ausgebildet, aber von außen sieht man die Situation natürlich immer besser. Oktay ist boxerisch ebenfalls sehr gut ausgebildet und kann mir zusammen mit meinem Fitness-Coach Varol Vekiloglu eine sehr gute moralische Unterstützung geben.” Es gebe schon ein paar Dinge, die er bei ihm verbessern wolle, so Urkal, darüber habe er auch mit Trainerlegende Ulli Wegner gesprochen.

Und genau der Mann, den Marco Huck nach eigenen Bekunden wie seinen Vater liebt, hat sich zwei Wochen vor dem Kampf zu Wort gemeldet: „Oktay muss das Training nicht so sehr ausbauen und Neues ausprobieren, sondern das bei Marco stabilisieren, was er kann. Sehr entscheidend ist die Taktik. Ein Kampf, das habe ich jetzt auch ktay in seiner Funktion als Trainer gesagt, wird aus der Verteidigung heraus gestaltet. Der WM-Kampf wird hochinteressant und schwer, aber Marco wird ihn mit all seinen Qualitäten siegreich beenden.”

Bei der offiziellen Auftakt-Pressekonferenz zum Vereinigungskampf hatte der WBC-Weltranglistenerste Breidis einen sauberen Kampf angemahnt: „Ich bin ein sehr sauberer Boxer, ein Gentleman. Jeder weiß, dass Marco nicht immer sauber kämpft. Und ich weiß auch, dass er ein wahrer Krieger ist, der um jeden Preis gewinnen möchte. Mein Deal ist: Ich wünsche mir einen sauberen Kampf, doch wenn Marco dreckig boxt und der Kampfrichter nicht eingreift, muss ich zehn Mal dreckiger boxen. Ich erinnere nur an den Clinch zwischen Mike Tyson und Evander Holyfield und verspreche, dass ich Marco, wenn er unsauber boxt, gleich das ganze Ohr abbeißen werde.”

Neben Hucks IBO-Titel geht es in dem WM-Vereinigungskampf auch um den prestigeträchtigen WBC-Gürtel. Der Status – ob nun Interims-WM oder Kampf um den vakanten Titel – ist indes noch ungewiss und hängt davon ab, wie sich der bisherige WBC-Cruisergewichts-Champion Tony Bellew entscheidet. Nach seinem überraschenden Sieg im Schwergewicht gegen David Haye hat er die Option, in der höchsten Gewichtsklasse zu bleiben – in diesem Fall wäre sein Cruiser-Titel vakant. Kehrt er allerdings in seine angestammte Gewichtsklasse zurück, ist er vom Verband gehalten, gegen den Sieger des dann als Interimsfight geführten Kampfes Huck vs. Briedis anzutreten.

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RTL überträgt den Kampf ab 22.45 Uhr live. Moderation: Florian König: Kommentator: Stefan Fuckert; Ring-Sprecher: Jimmy Lennon Jr.

Marco Huck bereit für Briedis

Zwei Wochen vor dem WM-Kampf im Cruisergewicht zwischen Marco Huck und Mairis Briedis in Dortmund hat die Huck Sports Promotion zum Medientag in Berlin eingeladen. Der Champion unterbrach dafür mit seinen Trainern Oktay Urkal und Varol Vekiloglu das Trainingslager in Braunlage, Niedersachsen, und nahm sich einen Tag Zeit für TV- und Pressetermine.

In der Berliner Fight- und Boxakademie „Legends“ in der Bundesallee nahe dem Zoologischen Garten fanden Käpt´n Huck und seine Coaches die besten Voraussetzungen für das öffentliche Training. Nach Bandagieren und Aufwärmen stand zunächst die obligatorische Tatzenarbeit mit Oktay Urkal auf dem Programm, ehe der IBO-Weltmeister noch vier Runden ins Sparring ging.

„Wir kommen direkt aus dem Trainingslager, deshalb müssen wir das Programm jetzt, zwei Wochen vor dem Kampf, genau dosieren“, sagte Ex-Europameister Oktay Urkal. „Wir dürfen jetzt nicht mehr zu viel machen, denn Marco hat in den letzten Wochen extrem hart trainiert. In Braunlage bearbeitet er normalerweise drei Sparringspartner an einem Nachmittag hintereinander.“

Die Journalisten interessierten sich natürlich vor allem für das Verhältnis des Champions zu seinem neuen Trainer. „Wir kennen uns ja schon sehr lange, waren bei Ulli Wegner in derselben Trainingsgruppe“, berichtete Marco Huck. „Unser Verhältnis ist von Vertrauen geprägt. Dass wir beide aus der gleichen Boxschule kommen, macht die Sache natürlich einfacher. Ansonsten würde ich unser Verhältnis als ganz normal beschreiben.“

Olympiamedaillengewinner Urkal weiß, dass er mit seinem neuen Schützling vor allem in der Feinarbeit gefragt ist.

„Marco ist seit Jahren Profi, ist Weltmeister und hat viel Erfahrung. Man muss ihm nichts mehr beibringen. Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt vor allem darin, Kleinigkeiten zu verbessern. Und ich kümmere mich natürlich intensiv um das Videostudium des Gegners.“ Die Abende im Maritim Hotel in Braunlage verbringt Urkal auf dem Zimmer mit seinem Laptop. Er studiert die Stärken von Gegner Mairis Briedis intensiv. Käpt´n Huck dagegen konzentriert sich mehr auf sich selbst. „Für mich ist vor allem wichtig, in welcher Auslage mein Gegner boxt und ob es irgendwelche Besonderheiten gibt. Ansonsten bin ich auf meine Stärken fokussiert. Ich will, dass sich der Gegner auf mich einstellen muss und nicht umgekehrt. Ich werde ihm meinen Kampf aufzwingen.“

Überraschender Besuch beim Medientag kam in Person von Ulli Wegner. Die beiden ehemaligen Boxer des Erfolgstrainers waren sichtlich erfreut, ihren alten Coach wiederzusehen. Beide haben ihm viel zu verdanken.

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„Herr Wegner ist für mich wie ein Ziehvater“, sagte Huck. „Wir hatten eine sehr intensive und erfolgreiche Zeit zusammen und sind uns immer noch sehr eng verbunden.“

Wegner war stolz, dass sein ehemaliger Europameister Oktay Urkal, den er schon als Amateur betreut hat, jetzt als Trainer in seine Fußstapfen tritt. „Oktay ist ein Fachmann, der als Aktiver schon sehr fleißig war. Jetzt arbeitet er genauso akribisch als Trainer.“

Nach dem Medienmarathon ging es für die Trainingsgruppe Huck sofort zurück in den Alltag – noch am Abend verließen der Champion und seine Trainer Berlin und fuhren zurück nach Braunlage.

Tickets für den Kampfabend in der Westfalenhalle: www.eventim.de

KOCHKUNST UND MATHEMATIK – KAEPT´N HUCKS GEHEIMREZEPT

Marco „Käpt´n“ Huck überlässt vor dem WM-Kampf gegen den ungeschlagenen Mairis Briedis aus Lettland nichts dem Zufall. Für das Trainingslager hat der IBO-Champion einen Profikoch engagiert, der täglich die komplette Vorbereitungsphase ernährungstechnisch begleitet.

Marvin Mende hat vor seinem Engagement bei Huck für Fußballstar Julian Draxler gekocht. „Als Julian nach Paris wechselte, war ich frei für neue Aufgaben. Die Arbeit mit Marco ist eine große Herausforderung für mich“, sagt der 28jährige.

Drei Hauptmahlzeiten am Tag und dazu Powerschübe für das Training – das steht auf dem täglichen Ernährungsplan des Champions. „Natürlich ist jede Mahlzeit der aktuellen Vorbereitungsphase und Tageszeit angepasst, Brennwerte und Nährstoffgehalt sind genau berechnet“, berichtet der Koch. „Man könnte sagen, dass Kochkunst die Hälfte des Essens ausmacht – der Rest ist Mathematik.“

Nach einem reichhaltigen Frühstück mit viel Obst stehen mittags zumeist viele Kohlehydrate auf dem Plan.

„Zwischen den Trainingseinheiten ist es natürlich wichtig, dass sich Markos Energiespeicher wieder aufladen und er Power bekommt. Gerade in der heißen Phase der Wettkampfvorbereitung wird dem Körper viel abverlangt – das muss man ihm zurückgeben.“ Am Abend sieht das anders aus – da ist vor allem die Regeneration der Muskeln gefragt, die durch die richtige Ernährung unterstützt werden soll. Das heißt zum Abendessen Eiweiße und wenig Kohlehydrate.

Auch direkt während der Trainingseinheiten ist der Meisterkoch gefragt. „Da bereite ich zum kurzfristigen Aufladen der Speicher immer Eiweißshakes oder spezielle Powerriegel zu. So ein kleiner Energieschub zwischendurch ist bei der hohen Belastung sehr hilfreich.“

Auch in der Wettkampfwoche wird Marvin Mende das Essen des Champions zubereiten. Durch die Ernährungsumstellung soll auch das kräftezehrende Gewichtmachen vermieden werden. „Das sogenannte Abkochen von Kilos direkt vor dem Kampf ist für den Körper natürlich eine hohe und vor allem unnötige Belastung“, weiß Mende. „Unser Ziel ist es, dass Marco auf den Punkt sein ideales Kampfgewicht hat. Und es sieht alles danach aus, dass wir das schaffen.“

Käpt´n Huck hat mit dem Engagement des Profikochs zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. „Ich fühle mich topfit, wie neu geboren“, sagt der Champion. „Und außerdem schmeckt das Essen auch noch super.“



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