Hamburg Giants mit sieben Medaillen bei Titelkämpfen in Lübeck


Morales: „Gut gerüstet für kommende Bundesligasaison.“

Die Lübecker Hansehalle war vom 05.-09. Dezember Austragungsort der Deutschen Meisterschaft im Olympischen Boxen. Über 100 Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet nahmen den Weg auf sich und kämpften in den zehn Gewichtsklassen um die Medaillen. Die Hamburg Giants, am 20. Januar 2018 startet das Team von Trainer Anatoli Hoppe und Teammanager Christian Morales zuhause gegen Schwerin in seine zweite Bundesliga-Saison, waren mit 14 Sportlern aus verschiedenen Vereinen, zu großen Teilen aus dem Hamburger Raum, vertreten und gewannen sieben Medaillen, darunter einmal Gold durch Kapitän Peter Kadiru, zweimal Silber und viermal Bronze.

Die aus Giants-Sicht größten Medaillenhoffnungen stachen: Peter Kadiru, für den BC Traktor Schwerin kämpfend, war nach dem Fehlen von WM-Starter Max Keller Topfavorit im Kampf um Gold, zudem war mit Edison Zani (SV Polizei Hamburg) als Titelverteidiger im Voraus zu rechnen. Kadiru bezwang sowohl im Halbfinale Vladimirs Trotzkins und behielt auch im Finale über Alexander Müller vom Berge die Oberhand. Schwieriger hatte es da bereits Edison Zani in der qualitativ und quantitativ hochwertig besetzten Gewichtsklasse bis 64 Kilogramm. Nachdem er in der Vorrunde Jurij Belinger bezwang, besiegte er auf dem Weg ins Finale auch Mohammet Barut und den starken Sachsen Jan Ualikhanov, ehe er sich knapp Wladislaw Baryshnik geschlagen geben musste. „Für mich hätte Edison auch gewinnen können. Er zeigte in der dritten Runde, was er wirklich kann und legte noch mal zu“, so Morales, der gleichzeitig als Verbandstrainer in Hamburg arbeitet.

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Eine positive Überraschung stellte der Finaleinzug von Berat Aciskari im Weltergewicht dar. Dem Sieg über Elah Al Magahmaseh folgten die Erfolge im teaminternen Duell gegen Nawid Asefi sowie im Halbfinale über den Niedersachsen Magar Warschamjan. Das starke Abschneiden der Hamburger Riesen machten die Bronzemedaillen durch den Lübecker Temur Mamoryan im Superschwergewicht, Halbschwergewichtler Ammar Abass, der sich in einer Ringschlacht nur Topfavorit Xhek Pascali beugen musste, sowie den beiden Neuzugängen Domenik Hirsch und Martin Houben perfekt: „Wenn man Ammar im Vergleich zum letzten Jahr sah, war es bereits ein großer Schritt nach vorne – da ist das ganze Potenzial auch noch nicht ausgeschöpft.“

„Im Großen und Ganzen bin ich mit dem gesamten Abschneiden des Teams sehr zufrieden. Leider hatten wir etwas Lospech. Ike Schmidt traf früh auf den späteren Titelträger Artur Beck-Ohanyan und bot einen Kampf auf Augenhöhe und im Weltergewicht gab es im Achtel- und Viertelfinale jeweils teaminterne Duelle. Die gezeigten Leistungen waren aber super und das zeigt, dass unsere Sportler im vergangenen halben Jahr noch mal einen großen Schritt nach vorne gemacht haben“, betont Morales weiter.

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Die guten Leistungen in der Hansestadt lassen auch auf einen guten Start in die zweite Bundesligasaison mit dem ersten Kampf in eigener Halle gegen Schwerin am 20. Januar 2018 hoffen: „Mit den getätigten Verstärkungen um Domenik Hirsch und Martin Houben haben wir wieder ein sehr gutes, junges Team mit vielen Kämpfern aus dem Norden zusammen. Ich freue mich wahnsinnig auf die neue Saison und zu sehen, wie wir den anderen Mannschaften Paroli bieten können.“



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