Deontay Wilder schickt Gerald Washington auf die Bretter


Nach einem schlechten Start konnte sich WBC-Schwergewichts Champion Deontay Wilder (38-0, 37 KOs) am Samstag in Alabama gegen den zuvor ungeschlagenen Gerald Washington (18-1-1, 12 KOs) durchsetzen. Wilder siegte vorzeitig nach nur fünf Runden und bleibt damit WBC-Champion.

Während der ersten vier Runden hatte Wilder offensichtlich Schwierigkeiten, sich in den Kampf hinein zu finden. Für den 31-jährigen sah es alles andere als gut aus. Wilder verhielt sich ungewohnt zurückhaltend und ging kaum in die Offensive. So gut wie alle Punches gingen daneben. Washington dominierte Wilder zunehmend mit sauberen Jabs und setzte gelegentlich seine Rechte ein. Man konnte Wilder deutlich ansehen, dass er unzufrieden und genervt wirkte.

In der vierten Runde lockerte sich Wilder langsam und zeigte sich in zunehmend gewohnter Form. Er schlug eine erste starke Kombination, die treffsicher war. Washington antwortete aber schnell auf die Attacke und traf Wilder in den finalen Sekunden mit einer noch stärkeren Rechten.

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Washington machte in der fünften Runde einen sicheren Eindruck. Er wusste, dass er Wilder früher oder später kriegen würde. Doch der 34-jährige machte einen verhängnisvollen Fehler: Er ließ sich in die Seile treiben und stellte sich damit eine Falle. Wilder zog aus der verhängnisvollen Lage seinen Vorteil und feuerte schließlich eine gewaltige Links-Rechts Kombination ab, die Washington auf die Bretter schickte. Nur wenige Momenten später stoppte der Ringrichter den Fight, da Washington extrem angeschlagen war. Es lässt sich darüber streiten, ob diese Entscheidung nicht doch ein wenig zu früh gefällt wurde.

Ohne Zweifel war Wilders Performance nicht die Beste. Anmerken ließ er sich aber nichts und stellte direkt klar: ,,Ich bin bereit für Joseph Parker. Die Frage ist nur: Ist er auch bereit für mich? Ich habe meinen Part erfüllt, jetzt muss Parker seinen erfüllen.“ Wilder könnte in vier bis fünf Monaten auf den WBO-Champ Joseph Parker in einem Unification Fight treffen. Dieser hat aber zunächst am 1. April eine Titelverteidigung gegen Hughie Fury.



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