Chris Eubank Jr bereit für den nächsten Schritt


Das größte Kampfsport-Turnier aller Zeiten ist gestartet. Im Rahmen der „World Boxing Super Series“ wird bis Mai 2018 der jeweils beste Boxer der Welt im Cruiser- beziehungsweise im Super-Mittelgewicht gesucht. Dabei treten nur die stärksten Boxer des Planeten im Kampf um die „Ali Trophy“ – benannt nach Muhammad Ali, dem wohl bekanntesten Namen des Sports. Unter den Teilnehmer befinden sich allerdings auch schillernde Namen und Persönlichkeiten, wie zum Beispiel Chris Eubank Junior (25-1, 19 KOs).

Der aktuelle IBO-Champion in der Gewichtsklasse bis 76,2 Kilogramm tritt am 7. Oktober in der Stuttgarter Hanns-Martin-Schleyer-Halle zu seinem Viertelfinal-Duell gegen Avni Yildirim (16-0, 10 KOs) an. Mit einem Sieg will der 28-jährige Engländer den nächsten Schritt aus dem großen Schatten seines berühmten Vaters Chris Eubank machen.

Eubank Senior ist eine britische Boxsport-Legende. Er war Weltmeister in zwei Gewichtsklassen und in Deutschland wohl am besten für seinen Kampf gegen Graciano Rocchigiani bekannt, den er 1994 in Berlin knapp nach Punkten bezwang. Doch vor alldem Ruhm musste der ältere Eubank durch ein dunkles Tal wandern. Zunächst flog er von der Schule, dann wurde er von seinem Vater in England verstoßen. Ab dem 16. Lebensjahr wuchs er bei seiner Mutter in der New Yorker Bronx auf. Hier zeigen sich die ersten Parallelen zu seinem ihm nacheifernden Sohn. Eubank Jr. spielte nach der Trennung seiner Eltern verrückt und verprügelte Mitschüler, die sich über die extravagante Persönlichkeit seines Vaters lustig machten. Seine Eltern beschlossen daraufhin, ihn und seinen jüngeren Bruder Sebastian nach Las Vegas in die USA zu schicken, um dort in Ruhe aufwachsen zu können.

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Eubank Senior war es dabei sehr wichtig, dass sein gleichnamiger Sohn in der Zockermetropole das Boxen von der Pike auf lernt. Er erinnerte sich an seine eigene Kindheit zurück und wusste, dass der Kampfsport seinem Sohn helfen würde, seine Aggressionen zu kontrollieren. Hierzu bat Eubank einen Freund aus dem Boxbusiness um Hilfe: Ex-Weltmeister Mike McCallum. Und das Training in Las Vegas zahlte sich aus! Als Amateur nahm Eubank sogar am „National Golden Gloves“-Turnier teil und wurde nach seiner Rückkehr nach England schließlich 2011 Profi. Seitdem wird er, wie bereits sein Vater, von Ronnie Davies trainiert.

Nach einem steilen Aufstieg in den ersten Jahren, folgte 2014 der erste Rückschlag. In einem engen Gefecht unterlag Eubank Jr. im Kampf gegen WBO-Mittelgewichts-Champion Billy Joe Saunders knapp nach Punkten. Doch schon kurz darauf konnte er sich die Interims-WM sichern. Anfang 2017 folgte dann der Schritt ins Super-Mittelgewicht, wo Eubank Jr. auf Anhieb die IBO-Weltmeisterschaft gewinnen konnte und nur wenige Monate später diese erfolgreich gegen Arthur Abraham verteidigte.

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Weltmeister in zwei Gewichtsklassen – check! Mit der „World Boxing Super Series“ bekommt der jüngere Eubank jetzt also die Chance, das sportliche Vermächtnis seines Vaters endgültig hinter sich zu lassen. Dazu sind drei Siege gegen die Besten der Besten notwendig. Die Kampfansage an Gegner Avni Yildirim, der ihn auf der ersten Pressekonferenz fragte, wer er denn überhaupt sei, konnte jedenfalls schon einmal nicht klarer sein: „Ich bin ‚The Baddest Man‘ auf diesem Planeten – der krasseste Typ in diesem Geschäft!“

Tickets für das Viertelfinale im Super-Mittelgewicht der World Boxing Super Series am 7. Oktober in Stuttgart zwischen Chris Eubank Jr. und Avni Yildirim gibt es unter www.easyticket.de, www.eventim.de, www.StubHub.de und an allen weiteren bekannten Vorverkaufsstellen.



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